NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen Pseudoverlagen

auch als Anstecker erhältlich
Aufklärung ist wichtig macht mit!

Werden Sie Fan auf Facebook 

Fanseite NEIN zu DKZV

 

             

 
 

Hier gibt es künftig andere Geschichten :-)

www.sheep-black.com
© sheep-black.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ende eines Lektors *gg*

                            

Ein Autor steht vor Gericht, weil er seinen Lektor erschlagen hat.

Richter: "Das ist ein sehr brutales Vergehen. Wenn Sie mit etwas Milde rechnen wollen, müssen Sie uns schon eine Begründung geben.​"  

Der Mann: "Der war so dämlich, den musste ich einfach erschlagen!​"

Richter: "Das ist ja noch viel schlimmer. Wenn Sie nicht wollen, dass die Geschworenen Sie von vornherein schuldig sprechen sollen, dann geben Sie uns bitte eine plausible Erklärung.​"

Darauf der Mann: "Das war folgendermaßen: Mein Büro liegt in einem Hochhaus im 13. Stock und im ersten Stock wohnt eine reizende Portiersfamilie, die hat drei Kinder. Es ist schrecklich! Die waren so klein geblieben, von Natur aus. Der Zwölfjährige ist 80 cm groß, der 19-Jährige 90 cm und der 20-Jährige 100 cm. Ich komme eines Tages hoch zu meinem Lektor und sage: ´Das ist schon was Schlimmes mit den Kindern der Portiersfamilie.​´

´Ja´, sagt der Lektor, ´das ist ein richtiges Pyrenäengeschlecht.​´

Ich sage: ´Nein, was du meinst, sind Pygmäen.​´  

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pygmäen, das ist das, was der Mensch unter der Haut hat, davon kriegt er Sommersprossen.​´

Ich sage: ´Das ist Pigment.​´

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pigment, darauf haben die alten Ägypter geschrieben.​´

Ich sage: ´Das ist Pergament!​´

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pergament ist, wenn ein Dichter etwas anfängt und nicht zu Ende macht.​´

Herr Richter, Sie können sich vorstellen, ich verschluckte mir das Fragment, setzte mich in meinen Arbeitsstuhl und las Zeitung. Plötzlich kommt der Lektor mit einem Satz, ich denke, jetzt ist er irrenhausreif.

´Hier, schau mal, was hier steht!​´ Er macht ein Buch auf, zeigt auf eine Textstelle und sagt:

´Das Sonnendach des Handtäschchens war die Lehrerin des Zuhälters 15.​´

Ich nehme das Buch an mich und sage:  

´Aber das ist ein französisches Buch, da steht: La Marquise de Pompadour est la Maitresse de Lois XV. Das heißt: Die Marquise von Pompadour war die Mätresse von Ludwig dem 15.´

´Nein´, sagt der Lektor, ´das musst du wörtlich übersetzen: La Marquise - das Sonnendach.Pompadour - das Handtäschchen.La Maitresse - die Lehrerin.Lois XV - der Zuhälter 15. Ich muss das schließlich ganz genau wissen, ich habe extra für meinen Französischunterricht einen Legionär angestellt.​´

Ich sage: ´Du meinst einen Lektor.​´

´Nein´, sagt er, ´Lektor war der griechische Held des Altertums.​´

Ich sage: ´Das war Hektor, und der war Trojaner.​´

´Nein´, sagt er,​´Hektor ist ein Flächenmaß.​´

Ich sage: ´Das ist ein Hektar.​´

´Nein´, sagt er, ´Hektar ist der Göttertrank.​´

Ich sage: ´Das ist der Nektar.​´

´Nein´, sagt er, ´Nektar ist ein Fluss in Süddeutschland.​´

Ich sage: ´Das ist der Neckar.​´

Darauf er: ´Du kennst wohl nicht das schöne Lied: Bald gras ich am Nektar, bald gras ich am Rhein - das habe ich neulich mit meiner Freundin im Duo gesungen.​´

Ich sage: ´Das heißt Duett.​´

´Nein´, sagt er, ´Duett ist, wenn zwei Männer mit einem Säbel aufeinander losgehen.​´

Ich sage: ´Das ist ein Duell.​´

´Nein´, sagt er, ´Duell ist, wenn eine Eisenbahn aus einem dunklen, finsteren Bergloch herauskommt.​´ 

Herr Richter - da habe ich einen Hammer genommen und habe ihn erschlagen.​" 

Betretenes Schweigen, dann der Richter: 

"Freispruch, ich hätte ihn schon bei Hektor erschlagen!​"

 

Copyright © 2011 by Henry-Sebastian Damaschke