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Die Elch-Posse

Spaß Satire Alltag

 

Vor und nach dem Lektorat

 

„Vor dem Lektorat“

 

Wilde Diskussionen machen sich breit, braucht der geneigte Autor von heute ein Lektorat?

Ja, er braucht es, weil jeder vernünftige und gute Autor eins benötigt. Da kommen dann so lustige Argumente, das man es nicht brauche, das es Geld koste und Lektoren den Text verändern würden... und Drama nimm deinen Lauf.

 Ein Manuskript braucht ein Lektorat und ein Korrektorat und einen Satz, damit der geneigte Leser es konsumieren kann und das in einem guten Lesefluss. Gerade die Selfpublisher Szene leidet zunehmend unter einem schlechten Ruf, die Texte seien voller Fehler und letztlich nicht lesbar. Stil halten manchen Kollegen für ein Luxusgut und wie es um den eigenen Wortschatz aussieht, darüber spricht man am besten nicht. Endlose Wiederholungen, von Wörtern wie dann und dann und dann. Überflüssige Beschreibungen, oder fehlende Beschreibungen und von Logikbrüchen mal ganz zu schweigen. Nett sind auch die Texte welche im Slang geschrieben werden und am aller besten sind immer noch die zuckenden Achseln. Nerven braucht der Leser, aber der Autor will ja etwas verdienen, aber mit solchen Texten wird das wohl eher nix und vielleicht wäre es für manchen sinnvoller mit dem Schreiben einfach aufzuhören und sich ein anderes Hobby zu suchen. Wer ein Lektorat nicht bezahlen kann, oder will, der sollte vielleicht auch nicht dem Leser zu muten sein Buch zu kaufen. Geld kann man auch anders wo ausgeben, als für ein fehlerhaftes Buch über das man sich nur ärgert. Das ein Lektorat was kostet ist wohl logisch, der Autor will ja auch Geld für sein Buch haben, das verschenkt er ja auch nicht. Einen guten Lektor bemerkt man nicht und er ist unbezahlbar, denn wer blamiert sich schon gerne. Ebenso ist meist ein weiterer Durchgang anzuraten, nämlich das Korrektorat, weil Rechtschreibung ist jetzt nicht so unnötig oder können Betaleser beherrschen, wie viele glaube, aber das ist dann eine andereGeschichte.  

In diesem Sinne schönen Abend und mal drüber nachdenken, bevor man wie ein Rohrspatz schimpft. Von mir jedenfalls gibt es keine nicht lektoriert und nicht korrigierten Bücher, das sind mir meine Bücher nämlich wert und meine Leser liegen mir sehr am Herzen.

 

„Nach dem Lektorat“

 

Wilde Diskussionen finden zurzeit statt: Braucht der geneigte Autor von heute ein Lektorat?

 

Ja, jeder vernünftige und gute Autor benötigt eins.

 

In der Debatte kommen lustige Argumente auf, dass man es nicht brauche, dass es Geld koste und Lektoren den Text verändern würden ... Drama, nimm deinen Lauf.

 

Ein Manuskript braucht ein Lektorat und ein Korrektorat und einen Satz, damit der geneigte Leser es konsumieren kann und zwar in einem guten Lesefluss.

 

Gerade die Selfpublisher-Szene leidet zunehmend unter einem schlechten Ruf, die Texte seien voller Fehler und letztlich nicht lesbar. Stil halten manche Kollegen für ein Luxusgut, und wie es um den eigenen Wortschatz bestellt ist, darüber spricht man am besten nicht. Endlose Wiederholungen von Wörtern wie dann und dann und dann. Überflüssige oder fehlende Beschreibungen, von Logikbrüchen mal ganz zu schweigen. Nett sind auch die Texte, welche im Slang geschrieben werden, am allerbesten mit zuckenden Achseln. Nerven braucht der Leser, aber der Autor will ja etwas verdienen, jedoch wird das mit solchen Texten wohl eher nichts und vielleicht wäre es für manchen sinnvoller, mit dem Schreiben einfach aufzuhören und sich ein anderes Hobby zu suchen ;-)

 

Wer ein Lektorat nicht bezahlen kann oder will, der sollte auch dem Leser nicht zumuten, sein Buch zu kaufen. Geld kann man auch für anderes ausgeben als für ein fehlerhaftes Buch, über das man sich nur ärgert. Dass ein Lektorat etwas kostet, ist wohl logisch, der Autor will ja auch Geld für sein Buch haben, das verschenkt er ja auch nicht. Einen guten Lektor bemerkt man nicht und er ist unbezahlbar, denn wer blamiert sich schon gerne.

 

Desweiteren ist meist ein zweiter Durchgang anzuraten,,nämlich das Korrektorat, denn Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sind ebenso nicht unnötig oder können Betaleser beherrschen,,wie viele glauben aber das ist eine andere Geschichte ...

 

In diesem Sinne: schönen Abend und mal darüber nachdenken, bevor man wie ein Rohrspatz schimpft. Von mir jedenfalls gibt es keine nicht lektorierten und nicht korrigierten Bücher, das sind mir meine Geschichten nämlich wert, genauso wie mir meine Leser sehr am Herzen liegen.

 

Anmerkung: Dieser Text wurde korrigiert und sensibel lektoriert (rot markiert), ohne den Stil zu verändern.

 

 

 

 

Diese und neue Beiträge findet ihr hier auf der Seite: 

Alle Beiträge sind natürlich fiktiv zu sehen. Ähnlichkeiten mit lebenden und toten Personen wären rein zufällig :-)

    

 

Simultan-Lektor

 

Wir leben in stressigen Zeiten. Die Bahn streikt, die Kita streikt, die Post streikt, die Ampelmännchen streiken, aber die Elch-Posse streikt nicht. Immerhin ein Lichtblick.

Wenden wir uns anderen wichtigen Themen zu, nämlich Dingen, die man ändern kann. Die Sprache, ja, die Sprache, sie verkommt. Täglich, ach, was sage ich, minütlich wird es schlimmer. Kurz und gut, unsere Sprache geht den Bach hinunter, aber es gibt Lösungen. Jawohl, ich habe mir eine überlegt. Jeder sollte sich einen Simultan-Lektor anschaffen das würde zum einen Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen, zum anderen unsere Sprache retten. Das Studium zum Simultan-Lektor würde in der Regel 8 Jahre dauern, inklusive des Auswendiglernens des Dudens. Natürlich müsste diese Ausbildung eine grundsätzliche globale Bildung beinhalten. Ergo müsste der Auszubildende mindestens ein Einser-Abitur vorlegen, dann ein Grundstudium in Psychologie (für alle Fälle) und in BWL (man muss ja sein Gehalt ausrechnen können), am besten wäre ein Studium Generale. Im Kernstudium wäre dann natürlich die Sprache an sich vordergründig.

Der Wortschatz der deutschen Standardsprache umfasst ca. 75.000 Wörter. Die Gesamtgröße des deutschen Wortschatzes wird je nach Quelle und Zählweise auf 300.000 bis 500.000 Wörter geschätzt. Wer mehr wissen will, der findet Genaueres unter: http://wortschatz.uni-leipzig.de/

Nach Beendigung dieses umfassenden Studiums steht einem Job nichts mehr im Wege. Einsatz würde man finden in der Politik, beim Fernsehen, in der Werbung, an Schulen, Universitäten, bei Autoren und eigentlich überall, sogar in privaten Haushalten. Praktisch sähe das dann z. B. so aus:

Er: „Ey Alte, hol ma Bier.“

S.-L.: Liebste, könntest du mir bitte ein alkoholhaltiges, gekühltes und frisch gegorenes bayrisches Grundnahrungsmittel aus dem Kühlgerät mitbringen? Ich wäre dir dafür sehr dankbar.“

Na, und schon wäre der Abend gerettet. Ein enormer kommunikativer Fortschritt, wie ich finde.

Stellt euch vor, wie entspannt dann das Leben wäre. Jeder sollte einen haben und von ihm lernen. Die sprachlichen Missverständnisse würden sofort wegfallen, der Umgangston wäre freundlicher und letztlich würde die Sprache nicht verkommen.

Man könnte sich das natürlich auch sparen ein Simultan-Lektor kostet einiges (Anfangsgehalt liegt monatlich bei 49.566 Euro nach Abzug der Steuer, da er Ihnen oft unter Lebensgefahr das Sprechen beibringen muss) , indem man schlicht und ergreifend auf das achtet, was man wie sagt und nicht jeden mit seinem Müll einfach und oft ungefragt zutextet.

In diesem Sinne einen kommunikationsbedachten Tag … euer Elch

 

Dieser Text wurde simultan und schriftlich lektoriert :-) 

       

 

Headlines 

 

Unliebsame politische Gegner erschießt man oder, noch besser, man lässt sie erschießen. So geschehen in Moskau. Heute wird er bestattet, der Nemzow, und morgen kräht kein Hahn mehr danach. Die Taktiken sind doch gut. Einer macht Randale und der, der das Sagen hat, lässt ihn entsorgen. Somit sind die Machtverhältnisse wieder klar und strukturiert. Die Freundin war dabei und überlebte bzw. ihr passierte nichts. Was die wohl weiß? Das Feld für Vermutungen ist offen. Mord und Totschlag auf offener Straße. Na ja, das kennt man ja auch bei uns und ein bisschen Schwund ist immer.

Mit Google durch den Amazonas. Na, endlich mal was Erfreuliches. Da kann man also bequem vom Sofa aus durch den Busch schleichen. Coole Sache, das Google, ein bisschen allerdings stört es mich, dass diese unberührte Natur jetzt nicht mehr unberührt ist. Hoffentlich haben die nicht ihre Cola-Dosen überall rumliegen lassen.

Kommen wir zu einem Thema, was gerade die Wogen hochschlagen lässt: Kinderpornos und die Strafe beträgt lediglich 5.000 Euro. Das ganze Ding ist eingestellt. Von Reue keine Spur und das Leben kann so weitergehen. Aufhören wird dieser Kranke mit Sicherheit nicht, aber er war ja auch Politiker, da gibt man gerne schon mal rechtlich was zu, so eine Art Polit-Bonus. Politik ist ein schmutziges Geschäft und letztlich komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass sich hier geradezu wahre Horden von subversiven Elementen tummeln. Gut, dass man das nicht alles weiß, ansonsten würde man vielleicht Amok laufen. 

Und dann war da noch das persönliche Highlight der noch jungen Woche. Unsere allseits bekannten Pseudoverlage haben sich wieder einige Possen geleistet.  

Die eine Pseudologin gibt öffentlich zu, dass Autoren bei ihr keine Druckkostenzuschüsse, sondern die Bücher bezahlen müssen, und teilt unsere kostenfreie Broschüre "Pseudoverlag? Nein, danke!". Eine Posse ohne E, wenn ihr versteht, was ich meine ...

Die andere, ach so bürgerfreundliche Dame will in ihrem Wohnort Bürgermeisterin werden, ist aber aufgeflogen mit ihren Pseudo-Preisen (Weltenbummler des Jahres, Unternehmer im Untergrund, Ehren-Mitglied der Pseudologen 2015, Gewinner von Preisausschreiben) und ihren Pseudo-Nominierungen (nominiert als Heilige 2020, nominiert für den grünen Daumen 2016, nominiert zur Rettung des Katers 2017 und, nicht zu vergessen, nominiert für den Abwesenheits-Preis der Buchmesse in Leipzig 2015). Sie ist inzwischen so lächerlich, dass man sich einfach nur noch fremdschämen muss. Peinlichkeiten über Peinlichkeiten, aber immer noch eine große Klappe und bloß nicht konfrontieren, da werden die Gegner geblockt und ignoriert. Da wird die Homepage schnell aktualisiert und die tollen "Preise" werden gelöscht, aber unser aller Freund Google speichert alles und ja, ich liebe Google. Sie kennt wohl nicht den schönen Satz: "Ignoranz führt tendenziell in den Misserfolg". Ist der point of no return erreicht, gibt es keine Umkehr mehr. Na ja, sei es drum, die Katerstimmung wird noch früh genug kommen und vermutlich wird dann auch der Letzte begriffen haben, dass sich ein solches Verhalten selten auszahlt, von Vertrauen wollen wir gar nicht reden ...

 

Also Nachbarn, seid wachsam und nicht vergessen: Et kütt wie et kütt. 

 

(Die Posse ist auch im Blog zu lesen.) 

 

 

Google erinnert sich gerne

 

Tja, Nachbarn, was nützt es, wenn man seine Sünden verschleiern will? Nix nützt es. Google speichert alles, restlos. Einige Pseudoverlage möchten inzwischen aus politischen Gründen einen augenscheinlich guten Leumund vortäuschen, denn im Täuschen und Tarnen sind sie ja Spitze, die Pseudologen und -Innen. Nur, so ganz klappt das nicht, denn die Fakten liegen klar auf der Hand: Google speichert alles und jedes und eigentlich finde ich das richtig klasse. Wer nix Schlimmes macht, der hat auch nix zu befürchten. Auch gelöschte Einträge bleiben über Jahre erhalten und jeder kann sie mit einigen kleinen Tricks hervorlocken und dann ist das Ganze wieder sichtbar. Da nützt es nix, wenn man plötzlich nicht mehr Mitglied bei selbst gestalteten Vereinen ist, da nützt es auch nix, wenn man Seiten entfernt. Google sieht und speichert eben alles ab, und wenn nicht, dann verweisen sie auf andere Suchmaschinen ein Service, der begeistert.  

Darum, Nachbarn, passt schön auf, was ihr wann und wo im Netz preisgebt. Homepagebesitzer trifft es noch ärger, denn die einmal gesetzten Seiten findet Google immer wieder. Irgendwie cool, so brauchen sich Pseudoverlage eigentlich nix mehr merken, was sie den Autoren angetan und abgeknöpft haben. Schwups, gibt man den Tagg ein und zack, hast du nicht gesehen, erscheint es wieder. Da nützt kein Leugnen und kein Entfernen von der Homepage. Ist ´ne coole Sache, das Google.  

Na, und wenn wir dann demnächst die Google App auch fragen können, wo denn der nächste Pseudoverlag ist, vielleicht gibt es dann entweder eine Warnmeldung, etwa wie: "Vorsicht! Biegen Sie nicht rechts ab, da wird Ihnen das letzte Hemd geraubt."

Oder aber Google verweist auf die Seite: "NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen/ Pseudoverlagen. Bitte suchen Sie sich einen Publikumsverlag oder werden Sie Selfpublisher."

Wäre schon ´ne coole Sache von Google und eigentlich müssten ja die Nerven bei den Pseudoverlegern und -verlegerinnen blank liegen. Was wohl auch so ist, denn sie drohen bei jeder Kleinigkeit sofort mit komischen Anwälten. Ehrlich gesagt frage ich mich, ob das überhaupt richtige Anwälte sind, vielleicht haben die sich bei ebay auch ´nen Studienabschluss gekauft oder im Ausland …, so genau weiß man das ja heute auch nicht. Gab ja auch schon ´nen imaginären Professor für Germanistik, der mit Geisterbrille oder völlig verkatert le(c)ktorierte ...  

Normalerweise kennen sich doch Anwälte mit Datenschutz aus. Die bei Amazon reagieren sofort, wenn jemand den Datenschutz verletzt, hatte ich gestern erst. Vor allem müsste doch ein Rechtsanwalt mehr als eine Realschule besucht haben. Also die, die ich kenne, haben Abitur und auch ordentlich studiert, aber man weiß ja nie, was ein Pseudoverlag da angeheuert hat. Vielleicht wird deshalb ja auch nur gedroht, ich meine, das bringt mich glatt auf die Idee einer Revision. Was passiert eigentlich, wenn ein falscher Anwalt einen Mandanten vor Gericht vertritt? Das sind doch mal echte Fragen, die die Welt bewegen können. Wenn schon Professoren für Germanistik nicht existieren … Also solche gibt es schon im realen Leben, aber eine Pseudologin hatte einst einen als Lektor, seitdem sind ihre Bücher schwerer ... mit Fehlern, meine ich. Na, aber was ein echtes forensisches Trüffelschwein ist, das findet das auch noch heraus.

In diesem Sinne, Nachbarn, macht den Realitätscheck und seid wachsam.

… übrigens noch ein kleines Zitat:

"Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein."

Sophokles (496 405/6 v. Chr.)

 

 

Pseudoverlage imaginär
auf der Leipziger Buchmesse 2015

 

Nachbarn, jetzt ist es raus. Wie aus zuverlässigen Kreisen bekannt wurde, werden in diesem Jahr auch Pseudoverlage imaginär anwesend auf der Buchmesse sein. Ich war zugegebenermaßen ein wenig sprachlos, als mich diese brisante Neuigkeit erreichte. Ich konnte es erst gar nicht glauben, aber nachdem wir (mit Verlaub, wir sind Aussteller) das Ausstellerverzeichnis 2015 durchgesehen haben, stellten wir fest, dass der besagte Pseudoverlag aus Viersen nicht auf der Ausstellerliste steht, trotzdem er öffentlich damit hausiert. Auf dieser Liste ist jeder teilnehmende Verlag verzeichnet und nein, da wird auch niemand vergessen, wenn er denn seinen Stand ordentlich gebucht und bezahlt hat. Es wird niemand vergessen! Anmeldefristen sind im September der Vorjahres bereits abgeschlossen. Wer das einmal mitgemacht hat, der kennt sich aus ...

Der Informant hat recht. Pseudoverlage sind in diesem Jahr imaginär zugelassen oder aber sie lügen so schamlos Leute an, dass einem der Atem stockt. Stellt sich die Frage: Können Pseudologen lügen? Sind sie nicht alle so ehrlich? Ich kann es gar nicht glauben. Wo sie doch auch versprechen, dass sie Autoren zu Welterfolgen verhelfen und mindestens jeder 3. Autor Millionär wird. Warum sind sie denn dann imaginär auf der Buchmesse? Warum nicht real? Diese Fragen bewegen mich. Warum also imaginär auf der Buchmesse?

Hm …, es könnte an den Preisen liegen, die steigen ja bekanntlich jedes Jahr und vermutlich sind die Geschäfte bei einigen Pseudos derart rückläufig, dass man nicht mal mehr einen schlappen Tausender übrig hat für einen Messestand. Na ja, das Leben auf großem Fuße und mit großer Klappe ist ja bekanntlich auch recht teuer. Das Abzocken von Autoren ist auch nicht mehr so einfach. Die sind nämlich jetzt schlaue Selfpublisher geworden, und weil die so "erfolglos" sind, können die sich auch einen realen Messestand leisten. Sie sind nämlich sparsam und leben ganz ohne Jaguar und fahren lediglich einen Porsche.

Es kann natürlich auch sein, dass einige Pseudoverlage erkannt haben, dass sie auf der Buchmesse nicht mehr so einfach unbedarfte Autoren abzocken können, indem sie ihnen Ruhm und Erfolg versprechen. Na ja, und weil das alles so ist, haben sie sich wohl für einen imaginären Stand entschieden, um ihrem sozialen Umfeld (manche sagen Lobby oder Wähler dazu) vorzugaukeln, dass sie ja so erfolgreich seien und fleißig Messevorbereitungen zu treffen hätten ... Manche posten sogar ihre alten vergilbten Messebilder besserer Tage, um vorzutäuschen, auf einer aktuellen Buchmesse gewesen zu sein ... (Wohl keine Kohle für Photoshop *g) 

Wir jedenfalls haben uns für den realen Kontakt zu unseren Lesern und Kunden entschieden und darum einen realen Messestand gebucht und freuen uns auf regen und realistischen Besuch.  

Nachbarn, seid daher vorsichtig, wem ihr auf der Buchmesse begegnet, es könnte auch ein Geist sein, denn nur die sind imaginär. Trugbilder braucht keiner, es sei denn, er möchte Gast in einer der nächsten Klapsen werden ;-)

 

Elch-Posse

 

Der Button ... eine Karriere 

 

Er ist rot und er will aufmerksam machen. Seinen Ursprung hat er an unserem Schreibtisch gefunden.

 

Buttons NEIN zu DKZV Pseudoverlagen

"NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen/Pseudoverlagen"
ist sein Schriftzug und seine Botschaft für einen fairen Umgang
mit Autoren. 

Wir werden des Öfteren gefragt, wie wir zu ihm gekommen sind. Ich könnte jetzt ein wunderschönes Märchen erzählen, aber ich bin Realist und darum beginnt diese Story des Buttons nicht mit: "Es war einmal …", sondern mit der Tatsache, dass mich vor ca. 10 Jahren einer dieser Pseudoverleger über den Löffel balbiert hat. Inzwischen ist der ursprüngliche Verleger mit einer Pizza vermutlich auf der Flucht: vor den 1.000 Autoren, die er noch schlimmer abgezockt hat als einst mich. Ich habe ihm damals in meinem Zorn, meiner Wut und Enttäuschung über sein Geschäftsverhalten versprochen, dass er irgendwann damit scheitern würde. Nun, er hat den Verlag inzwischen verkauft, die Geschäfte gaben es wohl wegen der verstärkten Aufklärung dieser DKZV-Modelle nicht mehr so richtig her und auch Autoren sind informierter und schlauer geworden, seit es Plattformen für Selfpublishing gibt, sozusagen zum Nulltarif.

Weil ich ein gutmütiger und leider auch leichtgläubiger Mensch war, bin ich dann noch einmal auf solch einen Schuppen, gleich vor den Toren Kölns, hereingefallen. Ich hatte gerade die Pizza verdaut, da stand ein abgehalfteter Kater vor der Tür. Na ja, streunenden Katzen gebe ich immer Futter und die meisten sind dankbar, diese aber nicht, die war vom Stamme Nimm: Hast´e was, bekommst´e was ... Die Tatsache, dass diese Katze behauptete, sie sei kein Pseudo, nahm ich ihr übel, denn ihre Rechnung sprach eine ganz andere Sprache.

Und genau hier greift der Button, denn solche Zuschussverlage gibt es zu Hauf und genau dafür steht er. Er soll aufklären und die Leute informieren, dass dies betrügerische Machenschaften sind, die Gelder, Zeit und Nerven kosten. Am Ende zahlt nur einer und das ist der Autor. Zum Schluss, wenn sie sich fadenscheinig vor Gericht, mittels windiger Anwälte, Recht erschleichen, versuchen sie immer weiter, ihre Pseudologie zu komplettieren. Sie enttarnen sich schließlich selbst, indem sie ihre HIWIs oder auch Laffen vorschicken, die dann mit Dreck werfen und weiterhin Storys jenseits von Gut und Böse verbreiten, bis sie dann merken müssen (oder auch nicht), dass sie sich längst selbst exhibitioniert haben und ihr ganzes schönes Pseudoverlagsgebäude sich in Rauch auflöst. Sie vergessen dabei, dass es Belege gibt, die sie ihrer Pseudologie enttarnen. Gerichte lügen bekanntlich nicht … und Vergleiche sind keine Verurteilungen oder gewonnene Prozesse. Erwähnt sei noch, wie diese Pseudoverlegerin aus Angst vor Enttarnung miaut, dass ein Gericht mir nie verboten hat zu sagen, dass sie ein Pseudo ist. Es herrscht freie Meinungsäußerung und dokumentierte Wahrheiten dürfen verbreitet werden zum Zwecke der Information. Wenn aber der Erfolg von einst nur noch Historie ist, dann geht eine Gruppe dieser Pseudoverleger in die Abteilung "Vermarktung für Autoren". (Das können Autoren ganz alleine, dank des Internettes). Andere verkaufen ihre Verlage, bevor sie pleite gehen, und gründen einen neuen mit anderem wohlklingenden Namen. Wieder andere vertreiben sinnlose Versicherungen, wenn es mit der Prokura nicht mehr so klappt. Die letzten gehen dann in die Politik (die einen wollen größenwahnsinnig, wie sie sind, Bundeskanzler werden und andere versuchen es erst mal eine Nummer kleiner, etwa als Bürgermeister).  

Also Nachbarn, seid wachsam … Ein kleiner Button macht leise Karriere und freut sich, wenn er helfen kann. Pseudoverleger? Wenn sie schon unbedarfte Autoren betrügen, was tun sie dann, wenn sie Macht bekommen? Sie verstehen es, eine riesige Show abzuziehen, aber halten werden sie nichts von dem, was sie vollmundig versprechen ...

Der Button jedenfalls ist echt und authentisch und er tut nichts, außer aufzuklären. Als Anstecker hat er eine spitze Nadel :-) Wir freuen uns über seinen Erfolg. Er hat Fans und er ist öffentlich und ja, er ist beliebt, bei den Autoren sowie Verbänden.

Meine Waffe ist das Wort und ich scheue mich nicht davor, es zu benutzen ...

   


Von selbsternannten Prinzen und
anderen nichtadeligen Namensträgern …

 

Dass die Welt ja kurios ist, dürfte allgemein bekannt sein, aber dieses Phänomen, sich Titel zu kaufen (gibt es schon für 49 € bei Ebay und ähnlichen Plattformen), ist schon bezeichnend für Betrüger aller Art. Fakt ist für mich, dass diese Leute, die so was nötig haben, noch nicht einmal in der Lage waren, eine Schulbildung abzuschließen, noch viel weniger ein Studium oder einen Beruf. Wie sonst käme man auf die Idee, sich einen Titel zu kaufen? Diese ganzen nichtadeligen Namensträger sind für mich Menschen ohne Selbstbewusstsein, ohne  eigene Persönlichkeit, außer mit krimineller Energie behaftet, nicht mehr und nicht weniger.

Genauso ist es mit denen, die einen Doktortitel kaufen. Wer jemals eine Doktorarbeit geschrieben hat, der weiß, wie viel Arbeit und Mühe es macht, dass ein Rigorosum kein Zuckerschlecken ist und auch ein Diplom viel Mühe und Arbeit macht, aber darauf kann man dann stolz sein mit Fug und Recht und der Titel steht sogar im Personalausweis.

Das Allerbeste aber ist, dass die meisten Menschen, die das geleistet haben, gar keinen großen Wert darauf legen, weil sie es nicht nötig haben, damit anzugeben. Ich persönlich bin der Meinung, dass dies alles untersagt gehört. Entweder wird man mit einem Titel geboren oder aber nicht, und ob man dadurch ein besserer oder schlechterer Mensch ist, das wage ich zu bezweifeln. Ich kann "gekauft betitelte" Menschen weder achten noch respektieren, denn sie sind faul, dumm und ungebildet und wollen mehr scheinen als sie sind. Nicht überall, wo Prinz draufsteht, ist auch Prinz drin.  

Passt auf euch auf, Nachbarn, am schlimmsten hat es wohl die Hohenzollern getroffen, was die inzwischen alles in ihrer Sippschaft haben, das ist wirklich sehr traurig und einfach nur noch lachhaft. Wer soll so etwas ernst nehmen? Ich jedenfalls nicht.  

Vermehrt sind diese Lachnummern auch unter den Druckkostenzuschussverlagen (Pseudoverlagen) zu finden. Da schmückt man sich gerne mal mit einem kleinen Titelchen oder erfundenen Preisen oder Mitgliedschaften mit Krönchen verziehrt, denn man gönnt sich ja sonst nichts ganz im Sinne der Pseudologie, die diese Personen für sich gepachtet haben und damit den echten Adel und den Karneval beleidigen.

"Nichtadelige Namensträger" sagt das OLG dazu und hat einem von diesen Typen gezeigt, wo er wirklich herkommt ...

Also immer schön authentisch bleiben, dann klappt es auch mit dem Erfolg und mit den Nachbarn *zwinker 

   

 

Bestseller

 

Ich weiß nicht, ob es euch nicht auch manchmal so geht, dass ihr einfach fassungslos über die Dummheit der Menschen nur noch lachen müsst. In meinem Fall muss ich über einige Autorenkollegen lachen und den Kopf schütteln. Ständig bekomme ich Mails and more mit Fragen, die nicht einmal die Auskunft beantworten könnte und Tante Google zur Vollversagerin abstempelt.  

Neulich ging es damit los:

„Juhu, ich habe ein Buch geschrieben, weißt du einen Verlag?“

„Nein, weiß ich nicht.“

„Es ist aber ein Bestseller!“

„Ah ja, dann würde ich das an verschiedene Publikumsverlage schicken.“

„Ja, habe ich ja, aber immer nur Absagen.“

„Ah, so.“

„Kann ich dir mal den Text schicken?“

„Nein, ich bin kein Lektor, ich bin Autorenkollege und ich habe für so etwas nicht die Zeit.“

„Ja, aber …

„Ja, aber … ist einer der Sätze, die ich am meisten hasse. Denn es ist das untrügliche Zeichen der Uneinsichtigkeit eines Menschen. Tiere sagen nie: Komma, aber …

Gutmütig, wie ich nun einmal bin, frage ich dann völlig gelassen:

„Ist dein Buch denn schon lektoriert, dann könntest du es auch selbst verlegen, es gibt da was … von Amazon oder anderen Plattformen …“

Ich habe den Satz noch nicht ganz beendet, da kam dann:

„Lektoriert, was ist denn das?“

In meiner unendlichen Geduld erkläre ich, dass ein Buch auf Fehler untersucht werden müsse, damit der Leser auch Freude an dem Werk hat, es keine temporären Fehler oder Brüche und Rechtschreibfehler im Text gibt.

„Ach, das brauche ich nicht, ich habe ja Word und außerdem hat eine Freundin, die ist Deutschlehrerin und Autorin, drübergeschaut, das Buch ist fehlerfrei.“

Ich schlucke und vermeide es zu erwähnen, dass eins meiner Werke in einem Pseudoverlag von einem angeblichen Professor für Germanistik lektoriert wurde und er schlappe 1.000 Fehler übersehen hatte. Ich sage auch nicht, dass gerade Lektoren, die auch Autoren sind, meistens die schlechteren Lektoren sind, nicht alle, aber die meisten, weil sie nämlich den Stil verändern und in null Komma nichts dem ursprünglichen Werk die eigene Note aufdrücken, und dann wird es unecht. Ich verkneife mir auch, dass ich einen solchen Lektor einst fast erschlagen hätte, als aus meinen Trollen dann letztlich Kobolde wurden. Die Fassungslosigkeit steht mir heute noch im Gesicht geschrieben. Stattdessen sage ich in meiner bekannt ruhigen Art, dass ich denke, ein Lektorat durch einen freien Lektor sei sinnorientiert.

„Wieso?“, ereilt mich gleich die Frage.

„Weil es meine Erfahrung ist“, erwidere ich lakonisch.

„Ja, aber …  (Da ist es wieder, dieses Ja, aber ..., was ich hasse!)

Ich erwidere:  

„Ja, aber ist dein Bestseller dir das denn nicht wert?“

Schweigen …

In diesem Sinne, ihr fröhlichen Bestseller-Schreiber, verschont mich bitte mit dämlichen Fragen, denn eine ehrliche Antwort könnt ihr wohl eh nicht aushalten.    

   

 

Erfolglose Autoren –  Erfolglose Pseudoverleger

 

Wie wir alle wissen, ist „Erfolg“ ja relativ anzusehen. Über mich sagte kürzlich ein erfolgloser Versicherungsagent, nach seiner erfolgreichen Insolvenz, ich sei ein erfolgloser Autor und bei mir sei nix zu holen. Muss ich also daraus schließen, dass er was bei mir holen wollte? Man will ja nichts unterstellen, aber irgendwie stinkt das schon zum Himmel, aber was will man erwarten von einem, der seine Gläubiger letztlich um ihr Geld gebracht hat, denn nichts anderes ist ein Insolvenzverfahren für mich (Nach dem Motto: Ist ihm nichts gelungen, macht er in Versicherungen).

Was aber stört es eine Eiche, wenn ein Schwein sich an ihr kratzt. Mir entlockte diese im Kern schon unwahre Aussage nicht einmal ein müdes Lächeln.  

Was sollte man auch dazu sagen?  Ich denke, „Erfolg“ als Autor begründet sich darin, dass man ein gerne gelesener Autor ist, und ich glaube, ich habe meine Fans und Leser, und damit bin ich aus meiner bescheidenen Sicht, nur für mich gesehen, erfolgreich. Ich lade meine Leser in eine Geschichte ein, und wenn sie eins meiner Bücher im Regal stehen haben, dann freut mich das. Ich muss also keine Bestseller schreiben, denn wer schreibt die schon? Es ist ein Irrtum, den viele begehen. Bestseller schreibt man nicht, sie werden von Werbung und Marketing gemacht. Dazu muss der Verlag, ich meine jetzt den Publikumsverlag wie etwa Lübbe oder Bertelsmann etc., investieren. In den Autor und in das Buch. Und je nachdem, wie hoch das Investment ist, danach richtet sich dann der Erfolg. Dazu braucht der echte Verleger Gespür, Geschick und Fachwissen aus der Branche sowie das berühmte Quäntchen Glück. Wenn das alles zusammenkommt, dann hat ein Verlag und damit auch der Autor Erfolg. Dazu kommt, dass an einem Bestseller ganz viele Menschen mitarbeiten, die vom Verlag bezahlt werden und die für den Verlag arbeiten.  

 

Bei Pseudoverlagen sieht das ganz anders aus. Sie wollen nur das Geld des Autoren, nicht aber erfolgreiche Autoren, denn dann müssten sie investieren und das ist immer ganz schlecht bei solchen Verlagen. Sie verkaufen eine Illusion und leben in einer Pseudologie, die letztlich irgendwann jedem klar werden muss. Die Verkaufszahlen sprechen da eine ganz deutliche Sprache. Ich persönlich habe noch nie einen erfolgreichen Autor bei einem Pseudoverlag kennengelernt. Die gibt es auch nicht, denn erfolgreiche Autoren werden von Publikumsverlagen verlegt und man glaubt es kaum, aber die werden sogar bezahlt. Meistens besteht ein Pseudoverlag aus einer One-Man-Show mit HIWIs. Dem Autor werden aber Mitarbeiter vorgegaukelt.  Na ja, der Clou aber ist manch tolle Auslandsexpandierung. Da wird dann mal eben schnell eine Außenstelle gegründet, gibt es schon für ca. sieben britische Pfund, und schwupp hat man eine Ltd., und immer schön an der Steuer vorbei.

Ich halte mich weiß Gott nicht für Einstein, aber ich habe einen gesunden Menschenverstand. Als ich vor einiger Zeit selbst an einen solchen Verlag geriet und man mir selbst auf meine Nachfrage hin versicherte, man sei kein Pseudoverlag, hatte ich dennoch kein gutes Bauchgefühl. Als ich dann nach dem angeblichen Lektorat unzählige Fehler in meinem Manuskript kritisierte, erhielt ich eine Rechnung und sollte auch noch für dieses Lektorat (was ein angeblicher Professor für Germanistik gemacht haben sollte später erfuhr man von anderen Autoren, dass es diesen gar nicht gab) und den aufwendigen Satz in InDesign schlappe 5.800 Euro zahlen. Das Cover machte ich ja selbst und ein Satz in In Design war nicht zu erkennen (ich arbeite selbst mit diesem Programm). Somit war ich an einen Lektorats-Mastering-Covererstellungs- und Satzkostenzuschussverlag geraten. Letztlich wurde das Buch dann dort nicht verlegt (das konnte ich wenigstens verhindern, indem ich keine Druckfreigabe erteilte), auch wenn ich den Betrag zahlen musste in Form eines Vergleiches (Hinweis: Wer vergleicht, der will betrügen, eine alte Kaufmannsregel.) Ich zahle natürlich in Raten, damit die Pseudoverlegerin monatlich besser klarkommt, ich bin ja ein Menschenfreund.  

Immerhin habe ich dafür meine Rechte wieder, wobei der Verlag das nicht so genau nimmt und nicht einmal in der Lage ist, mein Buch aus der Nationalbibliothek zu nehmen, von diversen Plattformen mal ganz zu schweigen. Daran sieht man, wie solche subversiven Unternehmen einen selbst angestrebten gerichtlichen Vergleich ernst nimmt ... Fair geht da wohl anders. Dennoch morden Elche nicht, … aber sie sind sehr nachtragend und vergessen nichts.

Es war eben alles für die Katz, aber es war eine Erfahrung, aus der sehr viel Positives für mich persönlich entstanden ist so ist in allem Negativen auch etwas Positives enthalten.    

Inzwischen ist mir das, wie wir hier in Köln sagen: „Latte“. Ich bin froh, dass ich das Ganze damals habe prüfen lassen, und bin somit eigentlich gut weggekommen. Ein bisschen Schwund ist ja bekanntlich immer, aber wer möchte schon auf Dauer mit solchen Menschen zu tun haben. Bonnie und Clyde waren dagegen jedenfalls noch ehrliche Gauner.

 

Darum prüfe, wer sich an einen Verlag bindet, es gibt immer bessere Alternativen.

Meinen Krimi habe ich als Selfpublisher veröffentlicht, und wenn die Leser wüssten, wie sehr ich um dieses Buch gekämpft habe, dann würden sie es noch lieber mögen. Jedenfalls habe ich mein Buch geschützt, denn wie sagt meine Frau immer: „Jedes Buch hat eine Seele.“ Und jeder Autor auch. Erfolg ist so relativ und so schnell verraucht und letztlich bleibt nur eine Geschichte, in die man die Leser eingeladen hat. Zu schade, um bei erfolglosen Verlegern mit Krönchen und Fürsten-Titelchen und Prinzengetöse zu versauern. Pseudoverlage jedenfalls sehen mich nie mehr wieder. Ich bin ein zufriedener Selfpublisher. Und Geld? Na, das ist relativ.

Ich glaube, Erfolg setzt voraus, dass man als Mensch erst einmal integer ist, dass man sich bestimmte charakterliche Grundeinstellungen erarbeiten sollte: Freundlichkeit, Wertschätzung und Respekt sowie die Achtung vor jedem Menschen und Lebewesen. Erfolg zeichnet sich für mich nicht in klingender Münze aus. Wer nur seine finanziellen Vorteile sieht, der wird nie wirklich erfolgreich und glücklich sein. Erfolg ist für mich nicht, wenn die Verkaufszahlen der Bücher steigen, sondern wenn ich Menschen erreiche und sie zum Lächeln und Nachdenken bringe. Das kann keine Verkaufszahl wiedergeben. Bevor ich in meinem Beruf erfolgreich bin, ist es mir persönlich wichtiger, erst einmal als Mensch erfolgreich zu sein, indem ich mich wertschätzend verhalte, meinen persönlichen Egoismus zurückfahre, ohne mich dabei zu vergessen. Mit Neid, Missgunst und Lüge im Herzen wird man nicht erfolgreich, das sind nur kurze und  falsche Erfolge, das ist ähnlich wie mit Siegern und Verlierern. Wenn ich etwa bei einem Spiel gewonnen habe, dann sollte ich mich nicht nur freuen, sondern auch den Verlierer sehen und ihn nicht in meiner Freude untergehen lassen. Denn jeder steht auch mal irgendwann auf der Verliererseite. Empathie und Wertschätzung sind auch nicht zu unterschätzende Komponenten des erfolgreichen Menschseins und erst danach bin ich Autor.  

In diesem Sinne, seid wachsam, Nachbarn …

   

 

Nobelpreise für Alle


Alle Jahre wieder …

... gibt es die Nobel-Preise. Für alles Mögliche gibt es diese Nobel-Preise. Nobel war bekanntlich nicht nur ein kluger Mann, der 355 Patente sein Eigen nennen konnte, sondern auch ein weitsichtiger Mensch.

Ich persönlich finde es toll, dass es diese Preise gibt.  Besonders der für Literatur hat es mir angetan, wie könnte es auch anders sein. Allerdings hat das Ganze einen kleinen Schönheitsfehler, die damit ausgezeichnete Literatur sagt mir oft nicht zu, aber da ich ja nur ein kleiner Autor bin und nicht einmal erfolgreich, wie böse Zungen zu behaupten pflegen, sollte ich mich dazu wohl nicht zu kritisch äußern. Meine Meinung ist da eh nicht von Belang. Worauf ich aber hinaus will, ist aber Folgendes: Könnte man dem Nobelpreis-Komitee nicht vorschlagen, einmal einen Preis zu verleihen für die schlechteste Literatur? Sozusagen einen Antipreis, und den dann gleich zu erweitern, so als Pseudoliteratur quasi, verlegt von einem Pseudoverlag. Das würde doch mal so richtig fetzen, dann bräuchten diese ganzen Pseudoverlage sich doch keine eigenen Preise mehr auszudenken, dann hätten sie endlich einen echten. Ich sag euch, Leute, dann könnten sie noch mehr unbedarfte Autoren abzocken. Sie bräuchten sich dann auch keine Fürsten- und Prinzentitel mehr zu kaufen, das wäre echt der Brüller. Was ist schon so ein doofer Titel gegen den Pseudo-Nobel-Preis? Ich sage euch, da täten sich ungeahnte Dimensionen auf. Man würde hinter vorgehaltener Hand flüstern: „Habt ihr schon gehört …? Selbst das Nobel-Komitee wurde aufmerksam …"

Das Ganze könnte man dann noch erweitern, sozusagen in Unterkategorien: Krimi-Pseudo-Nobel-Preis, Jugendbuch-Pseudo-Nobel-Preis usw. und das alles in den Pseudoverlagen dieser Welt. Der Wahnsinn, oder?

Schön wäre auch das Bundesverdienstkreuz am Pseudologenband in Kornblumen-Blau (für die Damen in Alt-Rosa) … da würde so manchem/r das Herz aufgehen ... Und am Ende???  

Am Ende wäre das dann leider alles nur für die Katz … Na ja, das wäre dann echte Kater-Stimmung, oder?

Also lassen wir das und es bleibt alles, wie es ist … schade eigentlich.

 

 

Das Ende eines Lektors *gg*

                            

Ein Autor steht vor Gericht, weil er seinen Lektor erschlagen hat.

Richter: "Das ist ein sehr brutales Vergehen. Wenn Sie mit etwas Milde rechnen wollen, müssen Sie uns schon eine Begründung geben."

Der Mann: "Der war so dämlich, den musste ich einfach erschlagen!"

Richter: "Das ist ja noch viel schlimmer. Wenn Sie nicht wollen, dass die Geschworenen Sie von vornherein schuldig sprechen sollen, dann geben Sie uns bitte eine plausible Erklärung.​"

Darauf der Mann: "Das war folgendermaßen: Mein Büro liegt in einem Hochhaus im 13. Stock und im ersten Stock wohnt eine reizende Portiersfamilie, die hat drei Kinder. Es ist schrecklich! Die waren so klein geblieben, von Natur aus. Der Zwölfjährige ist 80 cm groß, der 19-Jährige 90 cm und der 20-Jährige 100 cm. Ich komme eines Tages hoch zu meinem Lektor und sage: ´Das ist schon was Schlimmes mit den Kindern der Portiersfamilie.​´

´Ja´, sagt der Lektor, ´das ist ein richtiges Pyrenäengeschlecht.​´

Ich sage: ´Nein, was du meinst, sind Pygmäen.​´  

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pygmäen, das ist das, was der Mensch unter der Haut hat, davon kriegt er Sommersprossen.​´

Ich sage: ´Das ist Pigment.​´

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pigment, darauf haben die alten Ägypter geschrieben.​´

Ich sage: ´Das ist Pergament!​´

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pergament ist, wenn ein Dichter etwas anfängt und nicht zu Ende macht.​´

Herr Richter, Sie können sich vorstellen, ich verschluckte mir das Fragment, setzte mich in meinen Arbeitsstuhl und las Zeitung. Plötzlich kommt der Lektor mit einem Satz, ich denke, jetzt ist er irrenhausreif.

´Hier, schau mal, was hier steht!​´ Er macht ein Buch auf, zeigt auf eine Textstelle und sagt:

´Das Sonnendach des Handtäschchens war die Lehrerin des Zuhälters 15.​´

Ich nehme das Buch an mich und sage:  

´Aber das ist ein französisches Buch, da steht: La Marquise de Pompadour est la Maitresse de Lois XV. Das heißt: Die Marquise von Pompadour war die Mätresse von Ludwig dem 15.´

´Nein´, sagt der Lektor, ´das musst du wörtlich übersetzen: La Marquise das Sonnendach. Pompadour das Handtäschchen. La Maitresse die Lehrerin. Lois XV der Zuhälter 15. Ich muss das schließlich ganz genau wissen, ich habe extra für meinen Französischunterricht einen Legionär angestellt.​´

Ich sage: ´Du meinst einen Lektor.​´

´Nein´, sagt er, ´Lektor war der griechische Held des Altertums.​´

Ich sage: ´Das war Hektor, und der war Trojaner.​´

´Nein´, sagt er,​´Hektor ist ein Flächenmaß.​´

Ich sage: ´Das ist ein Hektar.​´

´Nein´, sagt er, ´Hektar ist der Göttertrank.​´

Ich sage: ´Das ist der Nektar.​´

´Nein´, sagt er, ´Nektar ist ein Fluss in Süddeutschland.​´

Ich sage: ´Das ist der Neckar.​´

Darauf er: ´Du kennst wohl nicht das schöne Lied: Bald gras ich am Nektar, bald gras ich am Rhein das habe ich neulich mit meiner Freundin im Duo gesungen.​´

Ich sage: ´Das heißt Duett.​´

´Nein´, sagt er, ´Duett ist, wenn zwei Männer mit einem Säbel aufeinander losgehen.​´

Ich sage: ´Das ist ein Duell.​´

´Nein´, sagt er, ´Duell ist, wenn eine Eisenbahn aus einem dunklen, finsteren Bergloch herauskommt.​´ 

Herr Richter da habe ich einen Hammer genommen und habe ihn erschlagen.​" 

Betretenes Schweigen, dann der Richter: 

"Freispruch, ich hätte ihn schon bei Hektor erschlagen!​"

 

Copyright © 2011 by Henry-Sebastian Damaschke

 

  

 

 

 

 

 

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Fiktiver Kundenbrief ...  

 

Liebe Kunden und liebe Freunde,

ich arbeite sehr gerne und auch sehr viel, denn ich liebe meinen Beruf. Mir macht es Freude, neue Dinge zu schöpfen, ob nun ein Logo oder eine Webseite. Ich zeichne auch wahnsinnig gerne Cover und ich liebe es, Experimente in Photoshop und In-Design für euch zu machen. Nur leider kann ich das nicht immer alles umsonst tun, denn auch ich muss meine Rechnungen bezahlen und auch die EU unterstützen. Ihr kennt ja alle das Merkelproblem und die damit verbundene ungeheure Verschwendungssucht, welche leider sehr therapieresistent ist und trotz vieler Bemühungen immer wieder zu Rückfällen führt. Eben ein typisches Suchtproblem.

Neulich habe ich auch festgestellt, dass ich meinen Strom, meine Heizung und mein Telefon nicht zum Freundschaftspreis bekomme. Tja, und das Finanzamt begünstigt mich auch nicht durch eine Steuerbefreiung. Schade eigentlich! 

Ihr dürft es mir glauben, ich habe versucht unter allen Anstrengungen, mein Auto davon zu überzeugen, Wasser zu tanken statt Benzin. Die Folge war ein Motorschaden, und was soll ich euch sagen, die Werkstatt wollte mir auch keinen Freundschaftspreis machen, nur weil ich so lange Jahre dort schon Kunde bin. Die Inflation halt, klagte der Mechaniker. – Also hab ich das Auto abgeschafft und fahre wieder Fahrrad.

Ich habe auch versucht, meinen Bäcker, wegen der langen Bekanntschaft, zu überzeugen, mir die Brötchen zum Freundschaftspreis zu überlassen, aber der klagte, dass er die Angestellten bezahlen müsse und sein Hund gerade eine teure Operation brauche. Tja, was soll ich euch sagen? Ich versuchte mein Glück beim Metzger, aber der erklärte mir, ein Freundschaftspreis sei zurzeit nicht drin, weil die vielen Fleischskandale leider riesige Löcher in seinen Sparstrumpf gerissen hätten.

So fragte ich meinen Freund, einen bekannten Bierbrauer, um wenigstens ein Kölsch zum Freundschaftspreis zu bekommen, und der sagte mir dann in seiner bekannten liebenswürdigen Art, dass er mir gerne eins ausgeben würde, aber mit den Freundschaftspreisen sei das so eine Sache.

Das stimmte mich dann sehr nachdenklich, denn Freundschaftspreise beenden letztlich irgendwann jede Freundschaft. Da ich das aber nicht will, denn meine Freunde sind mir viel mehr wert als Geld, wird es in dieser Unternehmung keine Freundschaftspreise mehr geben und leider kann ich auch nicht umsonst arbeiten, auch wenn mir die Arbeit wirklich Freude macht.

In diesem Sinne einen schönen Tag und ein tolles Wochenende *gg

 

(Ach übrigens, für das Korrigieren dieses Briefes musste ich meiner Lektorin mein mühsam erspartes Taschengeld abgeben.)

 

 

 

 

Spaß Satire Ironie Humor
Nur echt mit dem Logo

   

 

 

Illustrationen: © sheep-black.com

 

Agentur Textkorrektur