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Hier lasst euch einfach mal überraschen  *gg* 

© sheep-black.com

 

 

Nachtgedanken eines lesenden Autors

 

Wer mich ein wenig kennt, der weiß ja bereits, dass ich einst ein gespaltenes Verhältnis zu Lektoren hatte. Einen erschlug ich sogar einst und wurde freigesprochen, weil er so blöd war, den musste ich bekanntlich erschlagen, wie das manchmal so im Leben ist.

Heute, einige Jahre später, hat sich mein Verhältnis zu den Lektoren geändert. Inzwischen haben sie mein tiefes Mitgefühl und ich könnte einige Autoren-Kollegen erschlagen, wenn ich täglich so live und in Farbe mitbekomme, was da alles lektoriert werden muss. Ja, inzwischen habe ich mehr als tiefes Mitgefühl, besonders wenn ich sehe, wie sehr jeder „Hobbyschreiber“ sich auch Autor schimpft. Ich persönlich schreibe aus Lust am schreiben, aber dennoch würde ich mich niemals als künftiger Bestseller-Autor sehen, sondern nur als einer, der die Sprache liebt und gerne mit der selbigen spielt. Wenn ich aber so manchenText gelegentlich lese, dann frage ich mich oft: Muss man das der Welt antun? Muss man Menschen mit permanenten Wortwiederholungen wie: dann, dann, dann und sagen und sagenquälen, kann man nicht Synonyme erwerben (es gibt da so Bücher)? Man könnte auch neue Wörter schöpfen und vielleicht einfach auch das Schreiben einstellen oder es nur für sich selbst tun, so als quasi Erleichterung des unerträglichen Seins.

Ich denke manchmal, dass das Schreiben einiger Bücher uns besser hätte erspart bleiben müssen, denn damit wären oft Körperverletzungen und Beleidigungen der Intelligenz anderer Menschen vermieden worden. Besonders deutlich wird mir das immer wieder bei Kinder- und Jugendbüchern. Liebe Schreibende: Kinder sind nicht blöde. Kinder haben einen Anspruch, viel mehr Anspruch als man glaubt. Ich spreche da aus meiner langen Erfahrung im Umgang mit zu Erziehenden. Ein Kinder- und Jugendbuch sollte zumindest einen pädagogischen Anspruch haben und wertschätzend sein, auch sollte man auf eine Sprachkompensation achten, denn genau das sollte bei unseren Kindern gefördert werden. Boh ey, Alder– das geht gar nicht, also bitte versucht niemals, in den Jugendslang zu gehen, denn aus der Feder eines Erwachsenen klingt das lächerlich und ziemlich stupide. Man sollte auch nicht unbedingt versuchen, Kindern etwas aufzuschwatzen, denn Kinder haben Geschmack, und zwar einen ganz eigenen.

Da ich selbst gerne und viel lese und inzwischen auch einiges in meinem Alltag so mitbekomme, habe ich festgestellt, dass es eine ganz besondere Kategorie Autor gibt: Der ICH-BIN ein künftiger Bestsellerautor. Weiß alles, kann alles und ist über jeden Zweifel erhaben, ergeht sich aber in 1.000 Seiten Wortwiederholungen und kennt sich in seiner eigenen Muttersprache so gut aus, als wäre es Japanisch. Bei vorsichtiger Kritik an seinem Werk dreht er hysterisch ab und verteidigt sein „Werk“ – und mit Verlaub, jeder Schulaufsatz eines 12-Jährigen ist da oft besser – wie ein Löwe. Plotgedanken hält er für ein exotisches Gericht und temporale Ereignisse für ein herannahendes Gewitter. Der Konjunktiv II ist ihm so artenfremd wie einem Buschmann die Metro in Paris und ein Präsens hält er für ein Verhütungsmittel aus dem Mittelalter. Futur II ist offenbar auch etwas Hochkriminelles, was bestenfalls in Dreitausend Jahren vorkommen wird. Kommen wir zum Infinitiv mit zu, da wird es dann schon ganz arg, denn das hält der angehende Bestseller-Autor für etwas ganz Altmodisches aus der Zeit der Latiner, und die waren eben ja auch ein lustiges Völkchen, was heute noch Schüler durch die Schule quält.

Natürlich wird auch jeder sein Werk kaufen, er hebt förmlich ab, rechnet aber nicht mit der Intelligenz seiner Mitmenschen, die ein solches Epos weder erstehen werden noch sich von Worttiraden und der eigenen Lobhudelei blenden lassen werden. Da natürlich kein seriöser Publikumsverlag jemals auf die Idee kommen würde, diese ergüsslichen Epen zu verlegen, gerät er dann an einen der bekanntlich wie Pilze aus dem Boden geschossenen Druckkostenzuschussverlage, die einfach gegen Bares alles verlegen, selbst wenn auf 1.000 Seiten kompletter Blödsinn steht. In seiner ignoranten Überheblichkeit zahlt er dann zwischen 5.000 und 17.000 Euro oder er verlegt – oft auch ohne Lektorat, weil das keiner lektorieren kann oder will – sein Meisterwerk selbst, was nie einer lesen wird, bestenfalls die 13 Freunde, die er hat, und die Familie, die schon seit Jahren hofft und betet, dass Onkel Friedolin nie wieder auch nur ein Wort schreiben wird. Wenn er dann endlich ernüchtert auf einem riesigen Berg seiner Ergüsse sitzt, nie einen Cent gesehen hat und das Sparbuch gegen sein Epos getauscht hat, dann kommt bei den meisten die Ernüchterung und die Erkenntnis, dass man doch besser auf den Autorenruhm verzichtet hätte und mit Tante Klara eher in die dritten Flitterwochen gefahren wäre, so hätte man wenigstens den Ehefrieden behalten, sein Sparbuch und letztlich hätte man der restlichen Menschheit auch noch die Nervenkraft erhalten.

In diesemSinne: erst denken, dann schreiben und dann noch mal denken, ob man das alles seiner Umwelt zumuten kann – vorausgesetzt, dieser Schreiber bemerkt dies überhaupt selbst … womit wir wieder am Anfang meiner Geschichte beginnen könnten …  

Bestseller schreibt kein Autor, sondern einen Bestseller macht der geneigte Leser und der lässt sich nicht verarschen – Gott seis gedankt :-)

 

 

 

Der Wurm im Watt

© sheep-black.com

 

Mitten in der dunkeln Nacht
Ist Wattwurm Alfons aufgewacht.
Das Watt lag still, er fragte sich:
"Herrjehmineh, was weckte mich?

War es des Mondes trübes Licht?
Nee, das war es sicher nicht.
War es des Leuchtturmwärters Singen?
Das würd' kaum bis hier draußen dringen.
War es der Deich mit seinen Schafen?
Nein, dabei kann ich prima schlafen.
War es der Nordseekrabben Schrei?
Quatsch, der wär mir einerlei.
War es der Ruf des Kabeljaus?
Nee, ich glaub, den schließ ich aus.
Vielleicht ist 'ne Scholle am Verrecken?
Iwo, das würd' mich niemals wecken.
Dann war es obendrein der Butt?
Der macht den Schlaf mir nicht kaputt.
So keift der Aal des Nachts durch Watt?
Ach was, den überhör ich glatt.
Oder der Hummer, der oft stöhnt?
Nein, daran hab ich mich gewöhnt.

Es war nicht Dorsch, auch Flunder nicht,
Und ich bin müde im Gesicht,
Drum wird's wohl Liebeskummer sein!",
Dacht' sich der Wattwurm ... und schlief ein.

 

 

 

Im Leben geht es nicht immer darum, die höchste Punktzahl zu erreichen.
Es geht nicht darum, wie viele Menschen dich anrufen und mit wem du verabredet 

bist oder nicht.
Es geht nicht darum, wen du geküsst hast, welchen Sport du treibst oder welches Mädchen
oder welcher Junge dich gern hat.
Es geht nicht um deine Schule, deine Frisur, deine Hautfarbe oder wo du lebst.
Es geht überhaupt nicht um gute Noten, Geld, Kleidung und Arbeit.
Es geht im Leben nicht darum, viele Freunde zu haben oder allein zu sein oder gut
auszusehen, nicht darum, ob du beliebt bist oder nicht.
Das alles spielt im Leben keine Rolle.

Es spielt eine Rolle, wen du liebst und wen du verletzt.
Es spielt eine Rolle, wie du dich selbst siehst.
Es geht um Vertrauen, Glück und Mitgefühl, darum, Neid und Missgunst zu überwinden

und Vertrauen aufzubauen.
Es geht darum, Menschen so zu sehen, wie sie sind und nicht danach zu beurteilen,

was sie haben.

Am meisten aber geht es darum, das Herz von Menschen auf eine Art und Weise

zu berühren, wie es vorher noch nie berührt worden ist ...

 

Regenbogen-Elch, sheep-black
© sheep-black.com

 

 

 

Nachtgedanken

 

Ich weiß nicht, wie es euch geht, manchmal kommt was in das Leben und man gewöhnt sich sehr schnell daran. Zu einer bestimmten Zeit des Tages oder des Abends trifft man einen Freund, eine Freundin online, man mailt, chattet, man tauscht sich aus. Ein Streit oder ein Disput trennt dies dann, man ist traurig und man schaut noch lange Zeit nach, ob der andere nicht doch noch da sei und man spürt, es geht dem anderen ebenso.

 

Ich habe heute lange nachgedacht und ich dachte an meinen Freund Pascale. Pascale, der in meinem Roman der Lars ist, seit zehn Jahren ist er nun tot und ich erwische mich heute noch, wie ich hin und wieder um die Zeit (es war immer so gegen 22.00) nachschaue. Natürlich weiß ich, dass ich nie wieder eine Mail von ihm bekommen werde, denn die himmlische Online hat keinen Kontakt zu unserer Online. Dennoch ist da etwas, eine Verbundenheit über den Gedanken. Wenn es in Richtung Weihnachten geht, dann ist es intensiver als sonst und irgendwie weiß ich, dass er aufpasst. Ich werde nie wieder mit ihm reden oder schreiben können, genau wie ich nie wieder mit allen anderen reden und schreiben kann, die nicht mehr auf dieser Erde sind, aber im Herzen weiß ich, sie sind da. Und die, die noch da sind, sind ängstlich, verunsichert und mutlos. Ich wünsche mir mutige Menschen, nicht wegen meines Glücks, sondern damit sie sich gefühlsmäßig spüren und den Mut bekommen, auch in schwierigen Situationen auf Menschen zugehen zu können. Ich wünsche euch diesen Mut und das Vertrauen in euch und auch in den anderen. Im Leben kann man reden, im Tod wird es schwierig, da fehlen die Antworten, außer wenn man die Dinge mit dem Herzen fühlen kann. Was ich denke, bin ich, aber was ich fühle, lebe ich!

Henry

 

 

 

Kommunikation ist alles … oder doch nicht?

 

Wusstet ihr eigentlich, dass Paare nach einiger Zeit in ihrer Beziehung ganze 7 Minuten am Tag Face zu Face Gespräche führen? Bei genauer Betrachtung dieses Problems kommt man schnell zu den Gründen:

 

A) dem schwierigen Umgang mit der Ressource Zeit

 

B) der Komplexität von „Drei-Karrieren-Familien“, also der Balanceakt zwischen drei Aktivitäten: ihre Karriere, seine Karriere sowie die Karriere der Familie

 

C) der Umgang mit den traditionellen Erwartungen an Liebe und Ehe in völlig veränderten sozialen Strukturen

 

D) das neue Dreieck Frau, Mann, moderne Technologien

 

Und ganz wichtig ist der Faktor: Kann ich noch zuhören? Aktives Zuhören ist gar nicht so einfach und noch viel schwerer ist es, dann auch noch Verständnis für den anderen zu haben. Dass der andere nach wie vor eine eigenständige Persönlichkeit bleiben muss, wenn eine Beziehung eine Chance haben soll. Eigenverantwortlichkeit und die gemeinsame Verantwortung müssen kongruent sein.

 

Ich kenne das aus eigenen Erfahrungen. Eine Partnerin, die nicht verstehen würde, dass ich als Kreativer unterschiedliche Arbeitszeiten habe, dass ich auch mal tief in die Nacht hinein arbeite, wäre nicht die richtige Partnerin.

 

Unterschiedliche Lebensrhythmen sind nun mal überall vorhanden. Die einen arbeiten in ihrem Büro oder ihrem Betrieb bis 16 Uhr und sind dann frei, aber Freiberufler zum Beispiel, die arbeiten immer selbst und ständig. Noch schlimmer sind die Kreativen dran, die arbeiten in Schüben, denn Kreativität lässt sich nicht erzwingen und diese Phasen, wo es dann gut läuft, die muss man ausnutzen. Dennoch sollte ein Raum für Gemeinsamkeit bestehen, denn auch das ist wichtig. Immer mehr sehe ich bei Paaren aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis das Phänomen, dass man sich per SMS unterhält oder sich auf Plattformen des Social Network trifft. Wir streiten uns online, wir kontrollieren uns online, wir sitzen im gleichen Raum und chatten! Das sind Aussagen, die ich immer wieder höre. Oft schmunzele ich darüber, aber im Grunde ist es eine Verarmung jeder sozialen Kommunikation. Wie oft schreiben wir eine *gg oder ein J und meinen das gar nicht so. Meinem Gegenüber sehe ich an, wie es ihm geht, aber online oder per SMS? Beziehungen werden dadurch unecht.

 

Viele Menschen, die ich kenne, bleiben auch in Beziehungen, nur um nicht die Bequemlichkeit zu verlieren oder weil sie Angst vor den Konsequenzen haben oder um nicht alleine zu sein. Stellt sich die Frage: Ist es so toll, zu zweit einsam zu sein oder sprachlos? Ich habe es oft beobachtet, dass da Paare stundenlang in einem Café sitzen und sich nichts mehr zu sagen haben. Irgendwie ziemlich traurig. Beziehungen scheitern nicht an mangelnder Liebe, sondern eher an der Gleichgültigkeit, an zu hohen Erwartungen, an schlechtem Zeitmanagement, an den kleinen und großen Unaufmerksamkeiten im Alltag. Na, wann habt ihr das letzte Mal eurer Frau/Freundin, Freund/Mann einen Kaffee gebracht, wenn er/sie noch arbeiten musste? Wann das letzte Mal aktiv zugehört? Wann das letzte Mal Blumen mitgebracht oder ein tolles Essen gekocht? Natürlich ist es einfacher, von Beziehung zu Beziehung zu hüpfen, statt konstruktiv an einer Beziehung zu arbeiten. One Way-Beziehungen mit dem Einwegfrust sind das Ergebnis von mangelnder Kommunikation. Mir fällt dazu ein Satz ein: „Die, die ewig suchen müssen, siechen.“ Es ist nicht einfach, gemeinsam schwierige Zeiten durchzustehen, es ist einfacher, den anderen stehen zu lassen, aber genau das macht auch das Leben sehr viel ärmer.

 

 

Lerngeschenke

 

Wer mich ein wenig besser kennt, der weiß auch, dass ich ein Lerngeschenkeverteiler bin. Das bezieht sich nicht nur auf Kinder und Jugendliche, sondern auf eigentlich alle Menschen, die um mich herum sind. Es gibt da verschiedene Kategorien von Lerngeschenken, positiv sind sie allerdings immer, auch wenn sie vom Empfänger zunächst nicht als solche gesehen werden. Angefangen hat das vor vielen Jahren, als der Regenbogen-Elch zu mir und dem Schaf, dem schwarzen, kam. Der Regenbogen-Elch und das Schaf, das schwarze, waren immer besondere Figuren in meinem Autorenleben. Niemals haben mir zwei Figuren so nah gestanden. Ich bin oft gefragt worden, was diese Figuren ausmacht. Heute will ich einmal dieses Geheimnis ein wenig lüften.

Ich war Zeit meines Lebens immer ein wenig ein schwarzes Schaf, aber nicht im bekannten negativen Sinne, sondern eher so, dass ich schon immer etwas anders war als andere, ich habe schon immer andere Sichtweisen der Dinge gehabt, mein soziales Denken und Handeln hat schon immer mein Leben irgendwie beeinflusst, eben ein typischer Sozialfuzzi. Ich lebe nicht gerne im Mittelpunkt des Geschehens, handeln ist immer wichtiger als be- und verurteilen. Mein Leben war nicht so wirklich bunt, bis dann eben dieser bunte Regenbogen-Elch in mein Leben kam. Er war irgendwann einfach da, er saß auf einer Fensterbank – und so kam die kreative Seite in mir zum Vorschein, dieses unglaubliche warme und bewegende Bunt, was seitdem mein Leben bestimmt. Er wurde so etwas wie ein wichtiger Teil von mir, seitdem nennen mich Freunde immer liebevoll Elchi oder Bunter. Manchmal habe ich mich gerne hinter ihm versteckt, wenn ich traurig war oder wenn ich Dinge nicht konnte. Ich konnte schlecht „Nein“ sagen und manchmal kann ich das auch heute noch schlecht, aber er hat mich zu den Lerngeschenken gebracht.

Wann immer mir etwas schwergefallen ist, habe ich Lerngeschenke verteilt, ich wurde dadurch nicht mehr so wirklich einschätzbar für meine Umwelt, und das war und ist auch ganz gut so, denn es verhindert, dass man mich benutzen kann. Ich merke dadurch heute sehr schnell, was einer wirklich will und ich beobachte das auch immer sehr lange, bis ich mich dazu dann durchringe, ein Lerngeschenk zu verteilen. Ich habe lange keine mehr verteilt, aber gerade in der letzten Zeit wird es mir klar, dass es an der Zeit ist, einem Menschen ein ganz besonderes zu machen. Ich mag Menschen nicht, die andere ver- und beurteilen, nur weil sie selbst in Mustern leben, die nur auf Profit aus sind und die nur ihren eigenen Vorteil implizieren um jeden Preis. Ich kann es auch nicht leiden, wenn man mit den Gefühlen und dem Herzen eines Menschen spielt, und genau diese Leute brauchen dann ein Lerngeschenk. Tja, und genau das werde ich jetzt zustellen. Rein vorsorglich und ganz ohne Rückgaberecht. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Lerngeschenk wie alle anderen auch erfolgreich zustellen lassen werde, durch den Regenbogen-Elch. *zwinker

 

In diesem Sinne nie voreilig mit Elchen des Regenbogens umgehen *gg

 

 

Mails and More

 

Jeden Tag das gleiche, manchmal bin ich es wirklich leid. Tonnen von Mails mit Angeboten, die die Welt nicht braucht und ich schon gar nicht.  

Heute der Knaller: „Liebesnacht in Brüssel“. Wer will schon eine Liebesnacht in Brüssel? Ich jedenfalls nicht. Zum einen mag ich Brüssel nicht (ich habe mich da mal tierisch verfahren) und zum anderen, warum eine Liebesnacht in Brüssel, wenn ich die auch in Köln haben kann, immer vorausgesetzt, mir steht der Sinn danach.

Die nächste Mail offeriert mir, nein, sie suggeriert mir, dass ich dringend eine Frau mit Niveau brauche. Brauche ich die? Vielleicht habe ich die ja schon? Woher wollen die wissen, was ich brauche? Ich glaube, das kann ich selbst entscheiden.

Dann eine Mail, die mir erklärt, dass ich dringend eine Lebensversicherung brauche. Aber mal ehrlich, kann man Leben versichern? Erstens habe ich so ein Ding schon und das hat mir noch nie was genützt und zweitens müsste es nicht eher Todesversicherung heißen? Denn ich habe von diesem Risikogetöse so oder so nichts. Im gleichen Atemzug wird mir auch noch eine Sterbeversicherung angeboten. Wie sinnig ist das denn? Sterben müssen wir so oder so alle, irgendwann, das muss man uns doch nicht auch noch versichern, oder denke ich da zu quer? Der Tod ist ein guter Demokrat.

Die folgende Mail erklärt mir, dass ich ganz dringend eine Rechtschutzversicherung brauche. Dabei habe ich doch schon so eine grüne Karte, die angeblich Anwälte lieben. Seit Jahren besitze ich den Unfug und angeblich habe ich da laut neuster Werbung die besten Anwälte auf einer Karte. Tja, wie gut die waren, habe ich dann ja gesehen, als ich sie brauchte. Also auch so ein manipulativer Mist, aber es kommt ja noch besser.

Ich soll unbedingt Mitglied werden bei Kiss no Frog. Hatte ich jemals vor, Frösche zu küssen? Dieser Gedanke allein ruft jeden Tierschützer auf den Plan. Also ab in die Tonne damit.

Lustig sind auch diese Dauerangebote in Sachen Handy, Smartphons aller Länder und jeden Anbieters, und wenn es dann so richtig kalt ist draußen, dann versagt der Unfug ehe, sah ich ja an meinem Apple Dings. Warum sollte ich mir also neuen Technikschrott antun?

Auf in die nächsteAbteilung: „Ab in den Urlaub“. So viel Urlaub hat kein Mensch und wer sagt eigentlich, dass ich in den Urlaub will?

Ach ja, meinen Stromanbieter soll ich auch noch wechseln, aber will ich das? Und warum um alles in der Welt sollte ich zulassen, dass sich bei mir fremde Ladies föhnen, einen langhaarigen Hund besitze ich auch nicht, der das braucht.

Ich habe entschieden, ich will das alles nicht, also ab in den Spam. Wirklich nützen wird das auch nichts, denn morgen habe ich sicherlich wieder neue Angebote in meiner Mailbox und das Theater geht von vorne los.

 

Copyright: H.-S. Damaschke    

 

Regenbogen-Elch, sheep-black
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