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Die Elch-Posse

 

Das Ende eines Lektors *gg*

Spaß Satire Alltag

                            

Ein Autor steht vor Gericht, weil er seinen Lektor erschlagen hat.

Richter: "Das ist ein sehr brutales Vergehen. Wenn Sie mit etwas Milde rechnen wollen, müssen Sie uns schon eine Begründung geben."

Der Mann: "Der war so dämlich, den musste ich einfach erschlagen!"

Richter: "Das ist ja noch viel schlimmer. Wenn Sie nicht wollen, dass die Geschworenen Sie von vornherein schuldig sprechen sollen, dann geben Sie uns bitte eine plausible Erklärung.​"

Darauf der Mann: "Das war folgendermaßen: Mein Büro liegt in einem Hochhaus im 13. Stock und im ersten Stock wohnt eine reizende Portiersfamilie, die hat drei Kinder. Es ist schrecklich! Die waren so klein geblieben, von Natur aus. Der Zwölfjährige ist 80 cm groß, der 19-Jährige 90 cm und der 20-Jährige 100 cm. Ich komme eines Tages hoch zu meinem Lektor und sage: ´Das ist schon was Schlimmes mit den Kindern der Portiersfamilie.​´

´Ja´, sagt der Lektor, ´das ist ein richtiges Pyrenäengeschlecht.​´

Ich sage: ´Nein, was du meinst, sind Pygmäen.​´  

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pygmäen, das ist das, was der Mensch unter der Haut hat, davon kriegt er Sommersprossen.​´

Ich sage: ´Das ist Pigment.​´

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pigment, darauf haben die alten Ägypter geschrieben.​´

Ich sage: ´Das ist Pergament!​´

´Nein´, sagt der Lektor, ´Pergament ist, wenn ein Dichter etwas anfängt und nicht zu Ende macht.​´

Herr Richter, Sie können sich vorstellen, ich verschluckte mir das Fragment, setzte mich in meinen Arbeitsstuhl und las Zeitung. Plötzlich kommt der Lektor mit einem Satz, ich denke, jetzt ist er irrenhausreif.

´Hier, schau mal, was hier steht!​´ Er macht ein Buch auf, zeigt auf eine Textstelle und sagt:

´Das Sonnendach des Handtäschchens war die Lehrerin des Zuhälters 15.​´

Ich nehme das Buch an mich und sage:  

´Aber das ist ein französisches Buch, da steht: La Marquise de Pompadour est la Maitresse de Lois XV. Das heißt: Die Marquise von Pompadour war die Mätresse von Ludwig dem 15.´

´Nein´, sagt der Lektor, ´das musst du wörtlich übersetzen: La Marquise  das Sonnendach. Pompadour  das Handtäschchen. La Maitresse  die Lehrerin. Lois XV  der Zuhälter 15. Ich muss das schließlich ganz genau wissen, ich habe extra für meinen Französischunterricht einen Legionär angestellt.​´

Ich sage: ´Du meinst einen Lektor.​´

´Nein´, sagt er, ´Lektor war der griechische Held des Altertums.​´

Ich sage: ´Das war Hektor, und der war Trojaner.​´

´Nein´, sagt er,​´Hektor ist ein Flächenmaß.​´

Ich sage: ´Das ist ein Hektar.​´

´Nein´, sagt er, ´Hektar ist der Göttertrank.​´

Ich sage: ´Das ist der Nektar.​´

´Nein´, sagt er, ´Nektar ist ein Fluss in Süddeutschland.​´

Ich sage: ´Das ist der Neckar.​´

Darauf er: ´Du kennst wohl nicht das schöne Lied: Bald gras ich am Nektar, bald gras ich am Rhein  das habe ich neulich mit meiner Freundin im Duo gesungen.​´

Ich sage: ´Das heißt Duett.​´

´Nein´, sagt er, ´Duett ist, wenn zwei Männer mit einem Säbel aufeinander losgehen.​´

Ich sage: ´Das ist ein Duell.​´

´Nein´, sagt er, ´Duell ist, wenn eine Eisenbahn aus einem dunklen, finsteren Bergloch herauskommt.​´ 

Herr Richter  da habe ich einen Hammer genommen und habe ihn erschlagen.​" 

Betretenes Schweigen, dann der Richter: 

"Freispruch, ich hätte ihn schon bei Hektor erschlagen!​"

 

Copyright © 2011 by Henry-Sebastian Damaschke



Fiktiver Kundenbrief ...  

 

Liebe Kunden und liebe Freunde,

ich arbeite sehr gerne und auch sehr viel, denn ich liebe meinen Beruf. Mir macht es Freude, neue Dinge zu schöpfen, ob nun ein Logo oder eine Webseite. Ich zeichne auch wahnsinnig gerne Cover und ich liebe es, Experimente in Photoshop und In-Design für euch zu machen. Nur leider kann ich das nicht immer alles umsonst tun, denn auch ich muss meine Rechnungen bezahlen und die EU unterstützen. Ihr kennt ja alle das Merkelproblem und die damit verbundene ungeheure Verschwendungssucht, welche leider sehr therapieresistent ist und trotz vieler Bemühungen immer wieder zu Rückfällen führt. Eben ein typisches Suchtproblem.

Neulich habe ich auch festgestellt, dass ich meinen Strom, meine Heizung und mein Telefon nicht zum Freundschaftspreis bekomme. Tja, und das Finanzamt begünstigt mich auch nicht durch eine Steuerbefreiung. Schade eigentlich! 

Ihr dürft es mir glauben, ich habe unter allen Anstrengungen versucht, mein Auto davon zu überzeugen, Wasser zu tanken statt Benzin. Die Folge war ein Motorschaden. Was soll ich euch sagen, die Werkstatt wollte mir auch keinen Freundschaftspreis machen, nur weil ich so lange Jahre dort schon Kunde bin. Die Inflation halt, klagte der Mechaniker. Also hab ich das Auto abgeschafft und fahre wieder Fahrrad.

Ich habe auch versucht, meinen Bäcker, wegen der langen Bekanntschaft, zu überzeugen, mir die Brötchen zum Freundschaftspreis zu überlassen, aber der klagte, dass er die Angestellten bezahlen müsse und sein Hund gerade eine teure Operation brauche. Tja, was soll ich euch sagen? Ich versuchte mein Glück beim Metzger, aber der erklärte mir, ein Freundschaftspreis sei zurzeit nicht drin, weil die vielen Fleischskandale leider riesige Löcher in seinen Sparstrumpf gerissen hätten.

So fragte ich meinen Freund, einen bekannten Bierbrauer, um wenigstens ein Kölsch zum Freundschaftspreis zu bekommen. Dieser sagte mir in seiner bekannten liebenswürdigen Art, dass er mir gerne eins ausgeben würde, aber mit den Freundschaftspreisen sei das so eine Sache.

Das stimmte mich sehr nachdenklich, denn Freundschaftspreise beenden letztlich irgendwann jede Freundschaft. Da ich das aber nicht will, denn meine Freunde sind mir viel mehr wert als Geld, wird es in dieser Unternehmung keine Freundschaftspreise mehr geben und leider kann ich auch nicht umsonst arbeiten, auch wenn mir die Arbeit wirklich Freude macht.


In diesem Sinne einen schönen Tag und ein tolles Wochenende 

(Ach übrigens, für das Korrigieren dieses Briefes musste ich meiner Lektorin mein mühsam erspartes Taschengeld abgeben.)


Weitere Beiträge findet ihr in meinem kostenfreien Satire-Magazin "Die Elch-Posse", in dem ihr unten stehend blättern könnt. 

Alle Beiträge sind natürlich fiktiv zu sehen. 

Ähnlichkeiten mit lebenden und toten Personen wären rein zufällig :-)



Bestseller

 

Ich weiß nicht, ob es euch nicht auch manchmal so geht, dass ihr einfach fassungslos über die Dummheit der Menschen nur noch lachen müsst. In meinem Fall muss ich über einige Autorenkollegen lachen und den Kopf schütteln. 

Ständig bekomme ich Mails and more mit Fragen, die nicht einmal die Auskunft beantworten könnte und Tante Google zur Vollversagerin abstempelt.  

Neulich ging es damit los:

„Juhu, ich habe ein Buch geschrieben, weißt du einen Verlag?“

„Nein, weiß ich nicht.“

„Es ist aber ein Bestseller!“

„Ah ja, dann würde ich das an verschiedene Publikumsverlage schicken.“

„Ja, habe ich ja, aber immer nur Absagen.“

„Ah, so.“

„Kann ich dir mal den Text schicken?“

„Nein, ich bin kein Lektor, ich bin Autorenkollege und habe außerdem für so etwas keine Zeit.“

„Ja, aber …“

„Ja, aber …“ ist einer der Sätze, die ich am meisten hasse. Denn es ist das untrügliche Zeichen der Uneinsichtigkeit eines Menschen. Tiere sagen nie: Komma, aber …

Gutmütig, wie ich nun einmal bin, frage ich dann völlig gelassen:

„Ist dein Buch denn schon lektoriert, dann könntest du es auch selbst verlegen, es gibt da was … von Amazon oder anderen Plattformen …“

Ich habe den Satz noch nicht ganz beendet, da kam dann:

„Lektoriert, was ist denn das?“

In meiner unendlichen Geduld erkläre ich, dass ein Buch auf Fehler untersucht werden müsse, damit der Leser auch Freude an dem Werk hat, es keine temporären Fehler oder Brüche und Rechtschreibfehler im Text gibt.

„Ach, das brauche ich nicht, ich habe ja Word und außerdem hat eine Freundin, die ist Deutschlehrerin und Autorin, drübergeschaut, das Buch ist fehlerfrei.“

Ich schlucke und vermeide es zu erwähnen, dass eins meiner Werke in einem Pseudoverlag von einem angeblichen Professor für Germanistik lektoriert wurde und er schlappe 1.000 Fehler übersehen hatte. Ich sage auch nicht, dass gerade Lektoren, die auch Autoren sind, meistens die schlechteren Lektoren sind, nicht alle, aber die meisten, weil sie nämlich den Stil verändern und in null Komma nichts dem ursprünglichen Werk die eigene Note aufdrücken, und dann wird es unecht. Ich verkneife mir auch zu erwähnen, dass ich einen solchen Lektor einst fast erschlagen hätte, als aus meinen Trollen dann letztlich Kobolde wurden. Die Fassungslosigkeit steht mir heute noch im Gesicht geschrieben. Stattdessen sage ich in meiner bekannt ruhigen Art, dass ich denke, ein Lektorat durch einen freien Lektor sei sinnorientiert.

„Wieso?“, ereilt mich gleich die Frage.

„Weil es meine Erfahrung ist“, erwidere ich lakonisch.

„Ja, aber …“  (Da ist es wieder, dieses „Ja, aber ...“, das ich nicht mag!)

Ich erwidere:  

„Ja, aber ist dein Bestseller dir das denn nicht wert?“

Schweigen …


Vor und nach dem Lektorat

 

Text vor dem Lektorat:

 

Wilde Diskussionen machen sich breit, braucht der geneigte Autor von heute ein Lektorat?

Ja, er braucht es, weil jeder vernünftige und gute Autor eins benötigt. Da kommen dann so lustige Argumente, das man es nicht brauche, das es Geld koste und Lektoren den Text verändern würden ... und Drama nimm deinen Lauf.

 Ein Manuskript braucht ein Lektorat und ein Korrektorat und einen Satz, damit der geneigte Leser es konsumieren kann und das in einem guten Lesefluss. Gerade die Selfpublisher Szene leidet zunehmend unter einem schlechten Ruf, die Texte seien voller Fehler und letztlich nicht lesbar. Stil halten manchen Kollegen für ein Luxusgut und wie es um den eigenen Wortschatz aussieht, darüber spricht man am besten nicht. Endlose Wiederholungen, von Wörtern wie dann und dann und dann. Überflüssige Beschreibungen, oder fehlende Beschreibungen und von Logikbrüchen mal ganz zu schweigen. Nett sind auch die Texte welche im Slang geschrieben werden und am aller besten sind immer noch die zuckenden Achseln. Nerven braucht der Leser, aber der Autor will ja etwas verdienen, aber mit solchen Texten wird das wohl eher nix und vielleicht wäre es für manchen sinnvoller mit dem Schreiben einfach aufzuhören und sich ein anderes Hobby zu suchen. Wer ein Lektorat nicht bezahlen kann, oder will, der sollte vielleicht auch nicht dem Leser zu muten sein Buch zu kaufen. Geld kann man auch anders wo ausgeben, als für ein fehlerhaftes Buch über das man sich nur ärgert. Das ein Lektorat was kostet ist wohl logisch, der Autor will ja auch Geld für sein Buch haben, das verschenkt er ja auch nicht. Einen guten Lektor bemerkt man nicht und er ist unbezahlbar, denn wer blamiert sich schon gerne. Ebenso ist meist ein weiterer Durchgang anzuraten, nämlich das Korrektorat, weil Rechtschreibung ist jetzt nicht so unnötig oder können Betaleser beherrschen, wie viele glaube, aber das ist dann eine andere Geschichte.  

In diesem Sinne schönen Abend und mal drüber nachdenken, bevor man wie ein Rohrspatz schimpft. Von mir jedenfalls gibt es keine nicht lektoriert und nicht korrigierten Bücher, das sind mir meine Bücher nämlich wert und meine Leser liegen mir sehr am Herzen.

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Text nach dem Lektorat:

 

Wilde Diskussionen finden zurzeit statt: Braucht der geneigte Autor von heute ein Lektorat?

 

Ja, jeder vernünftige und gute Autor benötigt eins.

 

In der Debatte kommen lustige Argumente auf, dass man es nicht brauche, dass es Geld koste und Lektoren den Text verändern würden ... Drama, nimm deinen Lauf.

 

Ein Manuskript braucht ein Lektorat und ein Korrektorat und einen Satz, damit der geneigte Leser es konsumieren kann und zwar in einem guten Lesefluss.

 

Gerade die Selfpublisher-Szene leidet zunehmend unter einem schlechten Ruf, die Texte seien voller Fehler und letztlich nicht lesbar. Stil halten manche Kollegen für ein Luxusgut, und wie es um den eigenen Wortschatz bestellt ist, darüber spricht man am besten nicht. Endlose Wiederholungen von Wörtern wie dann und dann und dann. Überflüssige oder fehlende Beschreibungen, von Logikbrüchen mal ganz zu schweigen. Nett sind auch die Texte, die im Slang geschrieben werden, am allerbesten mit zuckenden Achseln. Nerven braucht der Leser, aber der Autor will ja etwas verdienen, jedoch wird das mit solchen Texten wohl eher nichts und vielleicht wäre es für manchen sinnvoller, mit dem Schreiben einfach aufzuhören und sich ein anderes Hobby zu suchen ;-)

 

Wer ein Lektorat nicht bezahlen kann oder will, der sollte auch dem Leser nicht zumuten, sein Buch zu kaufen. Geld kann man auch für anderes ausgeben als für ein fehlerhaftes Buch, über das man sich nur ärgert. Dass ein Lektorat etwas kostet, ist wohl logisch, der Autor möchte auch Geld für sein Buch haben, das verschenkt er ja nicht. Einen guten Lektor bemerkt man nicht und er ist unbezahlbar, denn wer blamiert sich schon gern.

 

Desweiteren ist meist ein zweiter Durchgang anzuraten, nämlich das Korrektorat, denn Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sind ebenso nicht unnötig oder können Betaleser beherrschen, wie viele glauben aber das ist eine andere Geschichte ...

 

In diesem Sinne: schönen Abend und bitte darüber nachdenken, bevor man wie ein Rohrspatz schimpft. Von mir jedenfalls gibt es keine nicht lektorierten und nicht korrigierten Bücher, das sind mir meine Geschichten nämlich wert, genauso, wie mir meine Leser sehr am Herzen liegen.

 

Anmerkung: Dieser Text wurde korrigiert und sensibel lektoriert, ohne den Stil zu verändern. 

 

Headlines 

 

Unliebsame politische Gegner erschießt man oder, noch besser, man lässt sie erschießen. So geschehen in Moskau. Heute wird er bestattet, der Nemzow, und morgen kräht kein Hahn mehr danach. Die Taktiken sind doch gut. Einer macht Randale und der, der das Sagen hat, lässt ihn entsorgen. Somit sind die Machtverhältnisse wieder klar und strukturiert. Die Freundin war dabei und überlebte bzw. ihr passierte nichts. Was die wohl weiß? Das Feld für Vermutungen ist offen. Mord und Totschlag auf offener Straße. Na ja, das kennt man ja auch bei uns und ein bisschen Schwund ist immer.

Mit Google durch den Amazonas. Na, endlich mal was Erfreuliches. Da kann man also bequem vom Sofa aus durch den Busch schleichen. Coole Sache, das Google, ein bisschen allerdings stört es mich, dass diese unberührte Natur jetzt nicht mehr unberührt ist. Hoffentlich haben die nicht ihre Cola-Dosen überall rumliegen lassen.

Kommen wir zu einem Thema, was gerade die Wogen hochschlagen lässt: Kinderpornos und die Strafe beträgt lediglich 5.000 Euro. Das ganze Ding ist eingestellt. Von Reue keine Spur und das Leben kann so weitergehen. Aufhören wird dieser Kranke mit Sicherheit nicht, aber er war ja auch Politiker, da gibt man gerne schon mal rechtlich was zu, so eine Art Polit-Bonus. Politik ist ein schmutziges Geschäft und letztlich komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass sich hier geradezu wahre Horden von subversiven Elementen tummeln. Gut, dass man das nicht alles weiß, ansonsten würde man vielleicht Amok laufen. 

Und dann war da noch das persönliche Highlight der noch jungen Woche. Unsere allseits bekannten Pseudoverlage haben sich wieder einige Possen geleistet.  

Die eine Pseudologin gibt öffentlich zu, dass Autoren bei ihr keine Druckkostenzuschüsse, sondern die Bücher bezahlen müssen, und teilt unsere kostenfreie Broschüre "Pseudoverlag? Nein, danke!". Eine Posse ohne E, wenn ihr versteht, was ich meine ...

Die andere, ach so bürgerfreundliche Dame will in ihrem Wohnort Bürgermeisterin werden, ist aber aufgeflogen mit ihren Pseudo-Preisen (Weltenbummler des Jahres, Unternehmer im Untergrund, Ehren-Mitglied der Pseudologen 2015, Gewinner von Preisausschreiben) und ihren Pseudo-Nominierungen (nominiert als Heilige 2020, nominiert für den grünen Daumen 2016, nominiert zur Rettung des Katers 2017 und, nicht zu vergessen, nominiert für den Abwesenheits-Preis der Buchmesse in Leipzig 2015). Sie ist inzwischen so lächerlich, dass man sich einfach nur noch fremdschämen muss. Peinlichkeiten über Peinlichkeiten, aber immer noch eine große Klappe und bloß nicht konfrontieren, da werden die Gegner geblockt und ignoriert. Da wird die Homepage schnell aktualisiert und die tollen "Preise" werden gelöscht, aber unser aller Freund Google speichert alles und ja, ich liebe Google. Sie kennt wohl nicht den schönen Satz: "Ignoranz führt tendenziell in den Misserfolg". Ist der point of no return erreicht, gibt es keine Umkehr mehr. Na ja, sei es drum, die Katerstimmung wird noch früh genug kommen und vermutlich wird dann auch der Letzte begriffen haben, dass sich ein solches Verhalten selten auszahlt, von Vertrauen wollen wir gar nicht reden ...

 

Also Nachbarn, seid wachsam und nicht vergessen: Et kütt wie et kütt. 

(Die Posse ist auch im Blog zu lesen.)

 

Elch-Posse

Der Button ... eine Karriere 

 

Er ist rot und er will aufmerksam machen. Seinen Ursprung hat er an unserem Schreibtisch gefunden.

 

Buttons NEIN zu DKZV Pseudoverlagen

 

"NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen/Pseudoverlagen"

 

ist sein Schriftzug und seine Botschaft für einen fairen Umgang mit Autoren. 

 

 

Wir werden des Öfteren gefragt, wie wir zu ihm gekommen sind. Ich könnte jetzt ein wunderschönes Märchen erzählen, aber ich bin Realist und darum beginnt diese Story des Buttons nicht mit: "Es war einmal …", sondern mit der Tatsache, dass mich vor ca. 15 Jahren einer dieser Pseudoverleger über den Löffel balbiert hat. Inzwischen ist der ursprüngliche Verleger mit einer Pizza vermutlich auf der Flucht: vor den 1.000 Autoren, die er noch schlimmer abgezockt hat als einst mich. Ich habe ihm damals in meinem Zorn, meiner Wut und Enttäuschung über sein Geschäftsverhalten versprochen, dass er irgendwann damit scheitern würde. Nun, er hat den Verlag inzwischen an die Wand gesetzt, die Geschäfte gaben es wohl wegen der verstärkten Aufklärung dieser DKZV-Modelle nicht mehr so richtig her und auch Autoren sind informierter und schlauer geworden, seit es Plattformen für Selfpublishing gibt, sozusagen zum Nulltarif.

Weil ich ein gutmütiger und leider auch leichtgläubiger Mensch war, bin ich dann noch einmal auf solch einen Schuppen, gleich vor den Toren Kölns, hereingefallen. Ich hatte gerade die Pizza verdaut, da stand ein abgehalfteter Kater vor der Tür. Na ja, streunenden Katzen gebe ich immer Futter und die meisten sind dankbar, diese aber nicht, die war vom Stamme Nimm: Hast´e was, bekommst´e was ... Die Tatsache, dass diese Katze behauptete, sie sei kein Pseudo, nahm ich ihr übel, denn ihre Rechnung sprach eine ganz andere Sprache.

Und genau hier greift der Button, denn solche Zuschussverlage gibt es zu Hauf und genau dafür steht er. Er soll aufklären und die Leute informieren, dass dies betrügerische Machenschaften sind, die Gelder, Zeit und Nerven kosten. Am Ende zahlt nur einer: der Autor! Zum Schluss, wenn sie sich fadenscheinig vor Gericht, mittels windiger Anwälte, Recht erschleichen, versuchen sie immer weiter, ihre Pseudologie zu komplettieren. Sie enttarnen sich schließlich selbst, indem sie ihre HIWIs oder auch Laffen vorschicken, die dann mit Dreck werfen und weiterhin Storys jenseits von Gut und Böse verbreiten, bis sie dann merken müssen (oder auch nicht), dass sie sich längst selbst exhibitioniert haben und ihr ganzes schönes Pseudoverlagsgebäude sich in Rauch auflöst. Sie vergessen dabei, dass es Belege gibt, die sie ihrer Pseudologie enttarnen. Gerichte lügen bekanntlich nicht … und Vergleiche sind keine Verurteilungen oder gewonnene Prozesse. Erwähnt sei noch, wie diese Pseudoverlegerin aus Angst vor Enttarnung miaut, dass ein Gericht mir nie verboten hat zu sagen, dass sie ein Pseudo ist. Es herrscht freie Meinungsäußerung und dokumentierte Wahrheiten dürfen verbreitet werden zum Zwecke der Information. Wenn aber der Erfolg von einst nur noch Historie ist, dann geht eine Gruppe dieser Pseudoverleger in die Abteilung "Vermarktung für Autoren". (Das können Autoren ganz alleine, dank des Internettes). Andere verkaufen ihre Verlage, bevor sie pleite gehen, und gründen einen neuen mit anderem wohlklingenden Namen. Wieder andere vertreiben sinnlose Versicherungen, wenn es mit der Prokura nicht mehr so klappt, oder setzen sich ein Prinzenhütchen auf und beraten Selfpublisher. Die letzten gehen dann in die Politik (die einen wollen größenwahnsinnig, wie sie sind, Bundeskanzler werden und andere versuchen es erst mal eine Nummer kleiner, etwa als BürgermeisterIn).  

Also Nachbarn, seid wachsam … Ein kleiner Button macht leise Karriere und freut sich, wenn er helfen kann. Pseudoverleger? Wenn sie schon unbedarfte Autoren betrügen, was tun sie dann, wenn sie Macht bekommen? Sie verstehen es, eine riesige Show abzuziehen, aber halten werden sie nichts von dem, was sie vollmundig versprechen ...


Der Button jedenfalls ist echt und authentisch und er tut nichts, außer aufzuklären. Als Anstecker hat er eine spitze Nadel :-) Wir freuen uns über seinen Erfolg. Er hat Fans und er ist öffentlich und, ja, er ist beliebt, bei den Autoren sowie Verbänden.

Meine Waffe ist das Wort und ich scheue mich nicht davor, es zu benutzen ...

 

Nobelpreise für Alle


Alle Jahre wieder … 

... gibt es die Nobel-Preise. Für alles Mögliche gibt es diese Nobel-Preise. Nobel war bekanntlich nicht nur ein kluger Mann, der 355 Patente sein Eigen nennen konnte, sondern auch ein weitsichtiger Mensch.

Ich persönlich finde es toll, dass es diese Preise gibt. Besonders der für Literatur hat es mir angetan, wie könnte es auch anders sein. Allerdings hat das Ganze einen kleinen Schönheitsfehler, die damit ausgezeichnete Literatur sagt mir oft nicht zu, aber meine Meinung ist in dieser Hinsicht nicht von Belang. Worauf ich aber hinaus will, ist Folgendes: 

Könnte man dem Nobelpreis-Komitee nicht vorschlagen, einmal einen Preis zu verleihen für die schlechteste Literatur? Sozusagen einen Antipreis, und den dann gleich zu erweitern, so als Pseudoliteratur quasi, verlegt von einem Pseudoverlag. Das würde doch mal so richtig fetzen, dann bräuchten sich diese Pseudoverlage doch keine eigenen Preise mehr auszudenken, dann hätten sie endlich einen echten. Ich sag euch, Leute, dann könnten sie noch mehr unbedarfte Autoren abzocken. Sie bräuchten sich dann auch keine Fürsten- und Prinzentitel mehr zu kaufen, das wäre echt der Brüller. Was ist schon so ein doofer Titel gegen den Pseudo-Nobel-Preis? Ich sage euch, da täten sich ungeahnte Dimensionen auf. Man würde hinter vorgehaltener Hand flüstern: "Habt ihr schon gehört …? Selbst das Nobel-Komitee wurde aufmerksam …"

Das Ganze könnte man dann noch erweitern, sozusagen in Unterkategorien: Krimi-Pseudo-Nobel-Preis, Jugendbuch-Pseudo-Nobel-Preis usw. und das alles in den Pseudoverlagen dieser Welt. Der Wahnsinn, oder?

Schön wäre auch das Bundesverdienstkreuz am Pseudologenband in Kornblumen-Blau (für die Damen in Alt-Rosa) …, da würde so manchem/r das Herz aufgehen ... Und am Ende? Am Ende wäre das dann leider alles nur für die Katz … Na ja, das wäre dann echte Kater-Stimmung, oder?

Also lassen wir das und es bleibt alles, wie es ist …, schade eigentlich. 

   

   

 


 Illustrationen: © sheep-black.com

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

Illustrationen: © sheep-black.com